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Sonnenhalo vom 01.03.2005

zur Abwechslung mal eine Tagbeobachtung.

 

Am Nachmittag des 1. März konnten wir in Augsburg eine seltenere Haloerscheinung beobachten: den Zirkumzenitalbogen. Das erste Bild (aufgenommen um etwa 15:20) zeigt eine Übersicht der aller Erscheinungen. Um die Sonne ein 22-Grad Halo mit farbigen Nebensonnen. Die nach außen gerichteten Schweife sind Teile des Horizontalkreises, der aber nicht komplett sichtbar war. Neben diesen recht häufigen Erscheinungen hat der 22-Grad Halo einen kräftigen oberen Berührungsbogen. Das ist der leicht farbige, nach unten gebogene Kreisabschnitt, der auf dem 22-Grad Halo aufsitzt. Das darüber liegende Gebiet ist etwas heller; der dieses Gebiet begrenzende Parrybogen war phasenweise angedeutet.

Weit über diesen zusammenhängenden Teilen steht isoliert der Zirkumzenitalbogen. Es handelt sich um den Abschnitt eines Kreises mit rund 20 Grad Durchmesser, zentriert auf den Zenit. Von diesem Kreis sind etwa 60 Grad sichtbar. Einige Minuten später wurde das Phänomen noch intensiver. Wie das zweite Bild zeigt, waren die Farben von diesem Bogen sehr intensiv und ohne Weißanteil. Dies vor einem blauem Himmel fast ohne Cirren. Unterhalb des Zirkumzenitalbogens ist auf dem zweiten Bild der oberste Teil des 46-Grad Halos angedeutet: es handelt sich um die schwachen Bereiche, die auf beiden Seiten schräg unterhalb des Zirkumzenitalbogens sichtbar sind. Ein komplettes 46-Grad Halo war nicht zu sehen. Der Zirkumzenitalbogen entsteht wie die meisten Haloerscheinungen durch Brechung oder Reflexion an Eiskristallen. In diesem Falle sind flache Plättchen verantwortlich, die waagerecht in der Luft schweben. Ich habe zum ersten mal einen solchen Bogen gesehen, allerdings handelt es sich immer noch um die häufigste der seltenen Haloerscheinungen. Immerhin nennt Minnaert den Zirkumzenitalbogen "Queen of Halos"!

Bestimmt wurden die Erscheinungen mittels Marcel Minnaert: "Light and Color in the Ourdoors", dort auch ein schönes Foto; weitere Infos aus John Naylor: "Out of the Blue", Cambridge-Verlag.

Stefan Schuchhardt, Fotos Karl Thurner

Helle Nebensonne vom 01.02.2005

Nebensonnen sind vergleichsweise häufige Haloerscheinungen. Das besondere an dieser Nebensonne war ihre enorme Helligkeit. Phasenweise hatte man von dieser Nebensonne fast den Eindruck einer Blendwirkung. Wie so oft hat man im entscheidenden Augenblick nicht die Gelegenheit auf den Auslöser zu drücken. So gelangen mir nur diese Aufnahmen zu einem Zeitpunkt, als die Helligkeit schon wieder deutlich nachgelassen hatte. Die Bilder sind nicht kontrastverstärkt oder in der Bildsättigung angehoben. Deutlich zeigt sich auch der Ansatz des Horizontalkreises.

 

Fotos: Karl Thurner

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