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Mondfinsternis vom 09.01.2001

Nachdem es mit dem Wetter in Europa nicht immer zum besten steht, hat Petrus bei der Mondfinsternis am 9. Januar ein Einsehen gehabt. Zwischen zwei Tiefausläufern bescherte uns der Wettergott ein relativ wolkenarmes Gebiet mit leichter Cirrusbewölkung im Süden Deutschlands. So konnte die Mondfinsternis eigentlich von einem Großteil der deutschen Amateure gut beobachtet werden. Allerdings mußte sich auch genau wärend der Totalität an meinem Standpunkt eine Cirrusfront über den Mond schieben. Mir blieb schließlich nichts anderes übrig, als mein gesamtes fotografische Equipment ins Auto zu schmeißen (na ja, zu legen) und einen halben Kilometer weiter erneut mein Glück zu versuchen.

Die Aufnahmen entstanden mit einem Takahashi Epsilon 160, Brennweite 530mm f/3.3. Die Brennweite reicht natürlich nicht für formatfüllende Abbildung, ermöglicht aber bei entsprechend langer Belichtungszeit, auch die Abbildung des umgebenden Sternfeldes. Da ein Diafilm eine steilere Gradationskurve hat, habe ich für diesen Einsatzzeck den Kodak Color 100 verwendet. Die Kontraste und Farben sind nicht digital nachbearbeitet. Nicht nur nach meinem eigenen Eindruck hatten wir es diesmal mit einer nicht ganz so farbenprächtigen und relativ dunklen MoFi zu tun. Ganz im Gegensatz dazu zeigen praktisch alle Bilder von Amateuren ein kräftiges Rot. Das ist wohl darauf zurückzuführen, daß das Auge im nachtadaptierten Zustand (während der Totalität!) weniger empfindlich auf Rot reagiert. Ganz dicht am Mondrand läßt sich ein einzelner Stern erkennen, der gerade wieder von der Monscheibe freigegeben wird.

(Vollbild: 90kb)

 

Karl Thurner

Produktbild
Heliopan 1.25" Graufilter 16x PMC-vergütet
Obwohl grundsätzlich das Mondlicht keinen Schaden anrichten kann, die Helligkeit entspricht etwa der einer von der Sonne beschienenen Asphaltfläche, wünscht man sich doch häufig einen Dämpfungsfilter. Der Mond wird als zu hell für eine angenehme Beobachtung empfunden. Der Grund dafür ist in der Nachtadaption (chemische Adaption und Pupillendurchmesser) des Auges zu suchen, die selbst in mondhellen Nächten zu einem gewissen Maße erreicht wird. Der Übergang von Nachtadaption zu Tagadaption vollzieht sich zwar wesentlich schneller als umgekehrt, ist aber eher unangenehm. Und genau das passiert, wenn man mit dem nachadaptierten Auge den Mond beobachten möchte. Aber selbst nach Umstellung des Auges auf Tagadaption, fühlt sich manch ein Beobachter noch von der Lichtflut belästigt.  Der... Mehr Informationen finden Sie hier
 

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