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Komet C/2022 E3 ZTF

Wieder einmal steht um die Jahreswende ein recht heller Komet an. Mit den schlechten Erfahrungen mit Weihnachtskomet aus den letzten Jahren, mag man geneigt sein, auch diesen neuen Kometen abzuhaken. Doch dieser Komet hat aber zwei große Vorteile. Zunächst ist der Komet erst im Ende Januar (2023) wirklich gut zu beobachten (nicht zu Weihnachten!) und zweites läuft der Komet hoch durch den nördlichen Teil des Himmels. Wenn es weiter gut läuft, wird der Komet ein einfaches Feldstecherobjekt und ggf. sogar mit dem bloßen Auge sichtbar.

Es handelt sich konkret um den Kometen C/2022 E3 (ZTF). Seine Entdeckung gelang im März 2022 mit der berühmten 48" Schmidt-Kamera auf dem Mt. Palomar, wobei diese Optik nach radikalem Umbau schon lange mit moderner CCD-Technik arbeitet und Teil des ZTF (Zwicky Transient Facility) ist.

Zum Zeitpunkt seiner Entdeckung war der Komet noch gute 4 AE von der Sonne entfernt, also knapp innerhalb der Jupiterbahn. Das Perihel durchläuft C/2022 E3 am 13. Januar bei 1.11 AE Abstand zu Sonne. Der kürzeste Erdabstand wird am 2. Februar mit 0,29 AE erreicht. Wäre die Erde auf ihrer Bahn nur rund eine Woche "zu langsam", würden sich Erde und Komet in nur 0,11 AE Abstand (16 Mio. km) begegnen und der Komet wäre noch 6x bis 7x heller (entspricht 2 Magnituden).

Bis zu dieser nahen Begegnung Anfang Februar steht der Komet deutlich oberhalb der Ekliptik. Wer die Lage der Ekliptik kennt, weiß dass die im Winter hoch am Himmel verläuft und so muss auch der Komet hoch am Himmel zu sehen sein. Die Bahnkonfiguration ist also recht günstig.

Aktuell (Oktober 2022) ist C/2022 E3 nur interessant für Fotografen. Er steht fast regungslos unterhalb der Nördlichen Krone. Mitte Dezember nimmt er dann langsam Fahrt auf und wandert beschleunigt Richtung nördlichem Himmelspol. Interessant für visuelle Beobachter dürfte er dann ab Mitte Januar werden bei ca. 7 mag. Dann steht der Komet auch höher am frühen Morgenhimmel. Ende Januar tritt der Komet in das Sternbild Kleiner Bär (UMi) ein und ist natürlich zirkumpolar. Aber auch hier ist der Morgenhimmel besser.

Die beste Beobachtungszeit ist dann sicherlich Mitte bis Ende Januar. Erwartet werden Helligkeiten bis 5.5 mag. Ab Ende Januar stört dann der zunehmende Mond (Vollmond am 5. Februar). In der zweiten Februarwoche, wenn sich der noch recht helle Mond noch nicht am frühen Abend zeigt, dann setzt nun die Abendsichtbarkeit des Kometen ein. Die Helligkeit ist dann langsam am abnehmen, aber ein netter Feldstecherkomet wird es in jedem Falle sein. Gegen Ende Februar verlasst dann der Komet am Westhorizont und wird dann auch noch vom zunehmenden Mond überdeckt.

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